29. April 2017 Kasseler Herrenkonfekt

Köstliches "Herrenkonfekt" in der Niedermühle Büren

Wochenend und Sonnenschein – in diesem Sinne bereitete das Duo „Herrenkonfekt“ seinem Publikum in der gut gefüllten Niedermühle Büren einen wohlschmeckenden, perfekten Start in den Wonnemonat Mai. Es gab eine musikalische Revue, die nicht nur dem weiblichen Publikum nachvollziehbar machte, warum die Männer der Liebe wert sind. Frivol und verführerisch, Florian Brauer traf mit seinem wunderbaren Tenor, am Flügel begleitet von Urban Beyer, genau den Ton – z.B. als „Gigolo“, der im Sinne von „Ich küsse ihre Hand Madame“ das „Badewasser schlürft“, in dem die Angebetete, „Veronika“, liegt, die auf den Lenz wartet. Perfekt brachte das Duo  schmachtende, romantische Klassiker und Gassenhauer (nicht nur) der 20er Jahre und verbeugte sich großartig - musikalisch vor den Comedian Harmonist, Bing Croby, Sinatra, Roger Cicero und Max Rabe. „Du hast Glück bei den Frauen Bel Ami“, das sprach nicht nur das  mitsingende und mitsummende weibliche Publikum an. Die beiden Musiker, die auf den großen und kleinen Bühnen im Raum Kassel zuhause sind, haben in Büren durchaus neue (Zuhörer-) Freunde gefunden.

10. Juni 2017 - Thomas Hanz

Historias de guitarra – begeisternde Gitarrengeschichten in der Niedermühle Büren

Gitarrengeschichten – leisen und dennoch tempramentvollen Klängen-  lauschten am Samstagabend die Zuhörer(innen) in der Niedermühle Büren. Die hervorragende Akustik des historischen Gebäudes bot den perfekten Klangraum für den Künstler, Thomas Hanz und sein Instrument, die Gitarre. So, wie die Gitarre zu Spanien gehört, ist auch die Beziehung von Thomas Hanz zu seinem Instrument, mit dem er in einer Sprache erzählte, die keine Worte braucht. Dank seiner leidenschaftlichen und überwältigenden Spielkunst eröffneten sich sinnlich neue Räume, in denen Musik Bilder und Gefühle produziert. So liegt man bei „En los trigales“ – in den Weizenfeldern, lauscht Wind und Regen, dem Wogen der Ähren im Wind. Das Stück, wie auch Aranjuez und Spain,  aus der Feder bzw. Bearbeitung von Joaquin Rodrigez und Chick Corea, begeisterte mit  neuen, eigensinnigen musikalischen Einfällen. Seine Liebe für das Land und die einfachen Menschen bringt der Kubaner Heitor Villa Lobos im „Prelude 1“ zum Ausdruck. Harte Arbeit, Aufruhr, aber auch Ausruhen und Frieden werden in dieser liebevollen, musikalischen Hommage abgebildet. Das gelingt auch Augustin Barrios Mangoré, dem großen, uruguaianischen Komponisten mit seinem gefälligen „Vals Op. 8 No. 4“. Der musikalische Erzählbogen spannte sich über Isaac Albeniz, Leo Brower, Ralph Towner, Pat Metheny und lies natürlich Astor Piazolla mit dem „Libertango“ nicht aus. Beeindruckend waren auch die eigenen Kompositionen des Musikpädagogen und Festivalmachers Thomas Hanz. In der Etüde „Sagrada Familia“ verarbeitet er seine Eindrücke vom Besuch des gaudischen Momumentalbaus. „Coustouges“ ist ein ganz persönliches Geschenk zur Hochzeit einer Freundin und erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte vom Suchen und Finden der Liebe. Espera – abwarten und Esperanza – Hoffnung werden im Tango „Esperatango“ eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht. Nach mehr als zwei intensiven Stunden des zuhörens rundete Eric Claptons „Tears in heaven“, ein Zuhörerinnenwunsch, dieses außergewöhnliche und wunderbare Konzert ab.

13 Mai 2017 Maria Tomaschke - Nikolai Orloff

Temporeicher und genussvoller Chansonabend in der Niedermühle Büren

Jeder der begeisterten Zuhörer fand in Bürens Niedermühle seinen besten Platz, um die sehnsüchtigen, wirbelnden, witzigen, lauten oder leisen Chansons von Maria Thomaschke und Nicolai Orloff zu erleben. So nah und doch so fern – unter diesem Titel gab es einen Reigen, gesangliche Drei-Minuten-Dramen, die das Leben an sich hinter  den Fassaden und Fenstern aufspürten. Da sind die charmanten zwei Tanten, die jede Nacht gemeinsam Tango tanzen oder die glücklos Verliebte, „Ich hab so lang auf dich gewartet!“ mit ihren Sehnsüchten und Selbstzweifeln. Frivol und skurril die Stoßseufzer der Schlaflosen, die sich über das Schlummerglück ihres Bettpartners grämt, bizarr auch die Selbstverliebte „Ich bin so schön!“ oder die Luxussorgen der verwöhnten Dame  „Frass macht warm, Geld macht sinnlich!“  Lieder und Szenen über ganz menschliche Verhältnisse – ausdrucksstark und einfühlsam interpretierte Maria Thomaschke Stücke von Georg Kreisler, Berthold Brecht, Friedrich Hollaender,  Hermann van Veen, Anna Depenbusch und vielen anderen und begeisterte damit ihr Publikum, dass die Berlinerin erst nach mehreren Zugaben entließ. Ironischer Schlusspunkt war der Berliner Airport Song: „ In den Brandenburger Sand setzen wir ganz entspannt den Airport Willy Brandt“.

1. July 2017 - Pete Alderton & Sten Mentzel

Perfekter Bluesabend in der Niedermühle Büren

„Das Wichtigste im ganzen Universum ist die Gegenwart“ in diesem Sinne erlebten die Besucher in der Bürener Niedermühle am Samstagabend unvergleichliche Stunden. Es passte einfach alles: die Musiker, Bluesbarde  Pete Alderton und Musikallrounder Sten Mentzel zur urigen Niedermühle und ein Publikum, das begeistert mitging. Mit der Schmuseballade „I hope that I don´t fall in love  with you“ eröffnete das Duo einen Reigen, der eigene Songs mit Coversongs von Leonard Cohen, Robert Johnson, Bruce Springsteen, Van Morrison u.a. mischte. Gecovertes wurde eigenwillig und neu interpretiert und wurde so neue und ungehört. So tänzelte Eric Claptons „Cocaine“  seelig-schwerelos und tänzelnd in die Köpfe. Alderton´s eigene Kompositionen stammen oft aus Situationen und Begegnungen heraus: „So cool“, das ist die temperamentvolle, italienische Freundin oder I´m just a foul for your love“ der staunend-verzückte Gang über die Reeperbahn. Der „Roadside Preacher“ Pete Alderton verkörpert mit markanter Stimme, Seele, Gitarre und Harp den ehrlichen, lebendigen Blues, der durch Sten Mentzels einfühlsame Begleitung ergänzt und veredelt wird. “Ain´t no sunshine, when (she´s) they  gone…” mit Van Morrison´s Ohrwurm, einem Zuhörerwunsch, rundete das Duo drei prallvoll gefüllte Stunden Summertimeblues ab.

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